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6 November, 2017
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Gisela Wehenpohl – für den Queen Silvia Nursing Award auf Tour

Gisela Wehenpohl hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Queen Silvia Nursing Award an Pflegeschulen in Deutschland bekanntzumachen. Schon 20 Schulen hat sie besucht. Wir haben sie nach ihren Erfahrungen gefragt.

QSNA: Was ist Deine Rolle beim Queen Silvia Nursing Award? Was machst du genau?

Gisela: Meine Rolle ist es Nachwuchskräfte zu motivieren schon vorhandene, als auch völlig neue kreative Ideen zur zukünftigen Entwicklung der Pflege beim Queen Silvia Nursing Award 2017 einzureichen.

Dazu besuche ich  Pflegeschulen mit dem Auftrag den Schülern über den Queen Silvia Nursing Award zu erzählen, ihnen den Weg über die Anmeldung, bis hin zur Bewerbung zu erklären. Ganz wichtig ist es, die Schüler zu motivieren mitzumachen, keine Sorge zu haben, dass etwas nicht so toll beschrieben ist, sondern den Mut zu haben engagiert mitzumachen, die Idee steht im Vordergrund.

In einem Zeitfenster von 20 – 30 Minuten stelle ich den Award vor. Viele der Schüler und Lehrer sind sehr begeistert, haben oftmals nie vorher etwas über diesen Award gehört, stellen Fragen nach möglichen Ideen/Themen und diskutieren diese

QSNA: Warum engagierst Du Dich so für diesen Pflegepreis?

Gisela: Durch meine Zeit bei Zerhusen & Blömer habe ich ganz viel über die Arbeit mit und für ältere Menschen erfahren und miterleben dürfen und darf es noch. Mich begeistert das Engagement dieser Einrichtung so sehr, dass ich gern ein Teil  dieser Arbeit bin und hier nun für den Queen Silvia Nursing Award die Möglichkeit habe, ganz viel davon weiter zu tragen.

Der Pflegepreis ist ein großartiges Angebot, angehenden Kräften eine Stimme zu geben, deren gute Ideen in und für die Pflege voranzubringen und dass diese dann mit einem anspruchsvollen Preis ausgezeichnet werden.

QSNA: Wie begeisterst Du Lehrer und Schüler bei diesem Award mitzumachen?

Gisela: Zum einen erzähle ich Schülern und Lehrern ein wenig über die Historie und darüber, wie es zu diesem Preis gekommen ist. Vor allem aber auch darüber, dass es keine andere Berufsgruppe gibt, für die sich eine Königin stark macht, eine die erlebt hat, wie vielfältig und anspruchsvoll diese Arbeit ist.  Ganz doll werbe ich dafür, in der Pflege mitzuhelfen die Weichen für die spätere Arbeit mit zu bestimmen und nie nachzulassen.

QSNA: Spürst Du, dass sich die Schüler und/oder Lehrer durch dein Kommen begeistern lassen?

Gisela: In den von mir besuchten Einrichtungen habe ich sehr viele begeisterte Schüler und Lehrer erlebt und ein wenig von ihnen kennen lernen dürfen. Schüler und Lehrer sind neugierig im sehr positiven Sinne und viele wollen unbedingt dabei sein. Ganz rege diskutieren sie u.a. darüber, was sie tun möchten, wenn eine/r von ihnen diesen Preis gewinnt.

Wenn ich die Klassen verlasse ist ein großes Interesse vorhanden, ist Motivation, Neugier und vor allem der Wille sich auf den Weg zu machen zu spüren.

QSNA: Hast Du Anregungen und Tipps für die Schüler?

Gisela: Durch die interessierte Haltung der Schüler und Lehrer ergeben sich direkt in den Runden viele erste Ideen und Beispiele, die in den unterschiedlichsten Bereichen der Pflege anzusiedeln sind. Es geht dabei um die Pflege, um Hilfsmittel, um Personalvernetzung, Personalberatung, Fallbesprechnung, um die Arbeit mit Angehörigen, bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit.

QSNA: Findest Du, dass die persönliche Ansprache der Schüler/Lehrer wichtig ist?

Gisela: In jedem Fall, so sind auch die Rückmeldungen der Teilnehmer, weil nur durch die Beschreibung im Netz viele diese Seite nicht gelesen haben, noch sich aufgefordert fühlen teilzunehmen. Hinzu kommt, dass es eher ungewöhnlich ist, Schülern eine Stimme zu geben. Die Lehrer sind ebenfalls sehr aufgeschlossen, weil der QSNA für viele etwas ganz Neues ist, sie sich über diesen Weg auch persönlich informieren lassen, ein Interesse und eine neue Motivation bekommen. Sich mit den Schülern auf den Weg machen, der Pflege eine Stimme zu geben.

 

 

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23 Oktober, 2017
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Partner Maori Kunigo: Werber dürfen sich nicht vor der Verantwortung drücken

Wenn mich Menschen kennenlernen, fragen sie meist als erstes: „Woher kommst du?“ Dabei ist die Herkunft eines Menschen völlig egal. Viel wichtiger finde ich, was wir in und mit unserem Leben anstellen. Ich arbeite seit 2005 als Werber in Hamburg – die erste Zeit als Grafik-Designer, dann als Werbetexter.

QSNA-Partner Maori Kunigo

In meiner Laufbahn habe ich für große Marken wie Bahlsen, BMW, iglo, tesa und Siemens gearbeitet. Toll fürs Ego, zweifelsohne. Aber den meisten Unternehmen geht es hauptsächlich um das nächste Quartalsergebnis. Dabei gibt es wesentlich wichtigere Themen auf der Welt, zum Beispiel die Pflege. In meinem Freundes- und Bekanntenkreis finden sich einige Pflegekräfte. Es ist sagenhaft, was diese Menschen täglich leisten. So unterschiedlich sie auch ihre Aufgaben angehen, eines haben sie gemeinsam: Sie sind stolz auf ihren Beruf.

Dabei steht die Pflege vor gewaltigen Aufgaben. Damit sie nicht kollabiert, muss die Politik das Vorsorgesystem radikal reformieren. Das bedeutet aber nicht, dass die Werbebranche untätig zuschauen muss. Wir Werber müssen uns fragen, ob unser Fachwissen eine elitäre Ressource für Kekse, Autos und Fischstäbchen bleiben soll – oder ob wir es nutzen, um gesellschaftlich relevante Bereiche wie Pflege und Nachhaltigkeit voranzutreiben.

Kompetenzen endlich sinnvoll einsetzen

Ich habe die Frage für mich beantwortet. Anna-Carina Thygs, ebenfalls QSNA-Partnerin, und ich betreuen gemeinsam die Werbemaßnahmen des Awards. Darüber hinaus arbeiten wir für das Pflegeunternehmen Zerhusen und Blömer, die Stiftung Anna Wassenberg sowie Kliniken und Ärzte, die sich nachhaltigen und ethischen Zielen verpflichtet haben. Die Anforderungen unserer Kunden sind mittlerweile so komplex und umfangreich, dass wir 2018 eine Werbeagentur eigens für Unternehmen aus den Bereichen Pflege und Gesundheit ins Leben rufen werden. Unser Anspruch ist es, den Pflegebereich mit Werbung auf höchstem Niveau zu versorgen.

Um die anstehenden Aufgaben zu bewältigen, brauchen wir neben all der gesellschaftlichen Anstrengung einen stolzen Pflegenachwuchs. Wir brauchen mutige Pflegekräfte, die sich miteinander solidarisieren und für ihr Ansehen und ihre Rechte kämpfen. Und wir brauchen Schülerinnen und Schüler, die mit ihren Ideen die Zukunft der Pflege mitgestalten. Begreift den Queen Silvia Nursing Award als eure Chance, wirklich etwas zu bewegen und eurer Sache Gehör zu verschaffen. Zeigt Flagge für euch und eure Generation – als Teil der QSNA-Jury freue ich mich auf eure Beiträge. Und falls es jetzt noch jemanden interessieren sollte: Ich komme aus Gelsenkirchen.

Zur Person

Maori Kunigo, Jahrgang 1981, hat schon als Grafik-Designer, Werbetexter und Creative Director in kleinen und großen Hamburger Werbeagenturen gearbeitet. Als freiberuflicher Werbetexter schreibt er Texte etwa für Werbeanzeigen, Broschüren, Plakate oder Webseiten, aber auch Drehbücher für Fernsehspots. Darüber hinaus findet er Namen für neue Unternehmen und Vereine wie den Förderverein Anna Wassenberg. Mit seinem Buch „Vom Schisser zum Glückspilz in sechsundzwanzig Etappen“ hat er bisher mehr als 5000 € für wohltätige Zwecke gesammelt. Er lebt mit seiner Partnerin und seinem Kater Jack in Hamburg-Uhlenhorst. Kontakt und Anfragen: mail@maorikunigo.de

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26 September, 2017
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Partnerin Anna-Carina Thygs im Interview

Art Direktorin Anna-Carina-Thygs ist verantwortlich für die Vermarktung des Queen Silvia Nursing Award in Deutschland. Zudem arbeitet die 36-Jährige eng mit dem QSNA-Hauptpartner St. Anna-Stift zusammen und realisiert dort eine Menge Themen, um die Pflegeeinrichtung bekanntzumachen. Aber was ist eigentlich eine Art Direktorin und welche Aufgaben fallen im Marketing an? Wir von der Redaktion haben mit Anna gesprochen.

Anna-Carina Thygs, Foto: Jan Kornstaed

QSNA: Hallo Anna, schön, dass wir uns austauschen können. Du bist Art Direktorin. Was macht man denn in diesem Beruf genau? 

Anna: Ich habe Design studiert und entwickle Werbung für Unternehmen. Dabei decke ich ganz verschiedene Bedürfnisse ab, von der Erstellung eines Logos über die Gestaltung von Broschüren bis hin zu Kampagnen, die man in der Fernsehwerbung sieht, ist da alles dabei.

QSNA: Ein kreativer Beruf und ein Pflegethema – wie passt das zusammen?

Anna: Auch – und vielleicht gerade – die Pflege braucht Werbung. Der Übergang von einem vollständig selbst bestimmten Leben in eine Pflegeeinrichtung ist eine sensible Phase. Mit der passenden Ansprache kann man über Bild und Text viel Sicherheit vermitteln und Angehörigen zeigen, dass sie sich für die richtige Einrichtung entscheiden. Auch die Besonderheiten eines Pflegeanbieters kann man über gute Werbung herausstellen.

Genau so wichtig ist es aber auch, die Pflegekräfte von morgen zu finden oder auch Nachbesetzungen für Kollegen, die gehen. Das gelingt am besten, wenn man zeigen kann, wie attraktiv ein Arbeitgeber ist und welche tollen Begegnungen und Erlebnisse die Arbeit als Pflegekraft mit sich bringt. Wenige Jobs sind mit mehr Vorurteilen und Klischees belegt als die Arbeit als Pflegekraft.

Dass die Pflege zu einem Schwerpunkt meiner Arbeit wurde, hat sich eher zufällig ergeben. Nachdem ich früher in verschiedenen Werbeagenturen angestellt war, habe ich vor einigen Jahren den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Ulrich Zerhusen vom QSNA-Partner St. Anna-Stift, den ich noch aus Studienzeiten kenne, war gerade auf der Suche nach jemandem, der ein Logo gestaltet. So konnten wir unsere ersten selbstständigen Schritte in der Marketingwelt gemeinsam gehen. Daraus ist eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit entstanden und das Thema Pflege wächst mir mit jeder neuen Aufgabe mehr ans Herz.

QSNA: Wie bist Du auf den Queen Silvia Nursing Award aufmerksam geworden?

Anna: Der Queen Silvia Nursing Award hat seinen Weg nach Deutschland über den Kontakt zwischen dem schwedischen Königshaus und Uli vom St. Anna-Stift gefunden. Als Uli vor der Entscheidung stand, den Award als hauptverantwortlicher Partner in Deutschland zu etablieren, besprachen wir gemeinsam, ob und wie das realisierbar ist. Ich habe Uli gerne in seiner Entscheidung bestärkt. Den Award herzuholen und für die Pflege in Deutschland tolle Talente und Ideen zu entdecken, das ist eine einmalige Chance, die die Mühe lohnt.

QSNA:  Du trägst die Verantwortung für die Vermarktung des Awards. Was fallen da für Aufgaben an? 

Anna: Zunächst muss ein solches Projekt finanzierbar sein. Es fallen ja Kosten für die Vermarktung an und die müssen gedeckt werden. Auch braucht es Kommunikation von vielen Seiten, um den Award in Deutschland bekanntzumachen. Daher war es zunächst sehr wichtig, weitere Partner zu gewinnen. Mit Springer Pflege haben wir einen Partner gewinnen können, der viel Know-how in der Pflege mitbringt und über seine Facebook-Seite und andere Medien viele Menschen erreicht, die am Thema Pflege interessiert sind. Andere Partner wie Maori Kunigo, der sich unter anderem als Texter für den Award engagiert, oder ich stecken einen großen Teil unserer Arbeit unentgeltlich in das Projekt. So bringen verschiedene Partner unterschiedliche Fähigkeiten und Vorteile ein.

QSNA: Was fallen noch für Aufgaben an?

Anna: Ich habe zunächst die Website und Broschüren des Fördervereins Anna Wassenberg entwickelt. Der Verein bietet die administrative Grundlage, den Award in Deutschland zu verwalten. Danach habe ich die Broschüren über den Award erstellt, koordiniere die Kommunikation und Zusammenarbeit der einzelnen Partner untereinander, kümmere mich aber auch um die diversen Dienstleister die zum Erfolg des Projekts beitragen: Da braucht es einen Programmierer, Texter, Social Media Manager, einen Experten der sich damit auskennt, wie man eine Website für die Google-Suche optimiert und vieles mehr. Auch den Kontakt zu dem Projektverantwortlichen in Schweden halte ich, denn natürlich arbeiten wir eng mit dem schwedischen Königshaus zusammen.

QSNA: Warum vermarktest Du einen Pflegeaward? Da gibt es doch sicher Themen, die einfacher und spannender sind? 

Anna: Das würde ich so gar nicht sagen. Klar, für große und bekannte Marken zu arbeiten und dann das Ergebnis meiner Arbeit im Fernsehen zu sehen, das ist schon toll. Aber etwas zu vermarkten, was nicht ohnehin schon ganz viele Menschen interessiert, ist eine richtige Herausforderung. Zudem ist mir die Pflege sehr wichtig, denn wir alle werden irgendwann älter und brauchen dann Unterstützung. Ich finde es toll, mit meiner Arbeit einen kleinen Beitrag für die Zukunft der Pflege leisten zu können.

QSNA: Was ist die größte Herausforderung für Dich bei dieser Aufgabe?

Anna: Da ich den Award von Beginn an in Deutschland begleite und mitgestalte, ist er natürlich ein bisschen wie ein Kind, dem man aufgeregt bei den ersten tapsigen Schritten zuschaut. Ich fiebere richtig mit und freue mich wenn wir wieder einen Meilenstein erreicht haben. Am Anfang waren viele Fragenzeichen: Finden wir die richtigen Partner? Schaffen wir es, den Award in der kurzen Zeitspanne bis zum Bewerbungsstart bekanntzumachen? Solche und andere Fragen hielten mich ganz schön auf Trab. Und nicht zuletzt ist es natürlich eine Herausforderung, das passende Outfit für den Termin mit der Königin zu finden 😉

QSNA: Anna, wenn Du einen Wunsch frei hättest, um die Pflege zu verbessern, was würdest Du Dir wünschen? 

Anna: Das ist einfach: Viele junge Leute mit dem Mut, Ideen zu haben, diese zu äußern und für sie einzustehen. Es ist toll, wenn junge Menschen sich aktiv einbringen. Nur so kann man Großes bewegen. Von Menschen, die schon in der Pflege arbeiten, wünsche ich mir manchmal einen Perspektivwechsel. Ja, die Rahmenbedingungen in der Pflege könnten an einigen Stellen besser sein. Aber statt darüber zu schimpfen kann man auch positiv damit umgehen und es sich zur Aufgabe machen, dort, wo man selbst etwas bewegen kann, dies auch zu tun. Denn für den Pflegekunden vor Ort entscheidet doch die persönliche und direkte Zuwendung darüber, ob er einen guten Tag hat. Die Politik beeinflusst seinen Tag nur indirekt.

QSNA: Bekommst Du die Ideen der Pflegeschüler zu sehen?

Anna: Ja, und da freue ich mich riesig drauf. Als Partnerin bin ich auch Mitglied der Jury. Wir gehen dann später die Ideen mit den meisten Stimmen aus dem Online-Voting gemeinsam durch. Das wird spannend! Und an Euch alle der Aufruf: Ihr könnt mit Eurer Stimme online für die eingereichten Ideen voten. Dazu müsst ihr Euch nur hier registrieren.

QSNA: Hast Du einen Rat für die Pflegeschüler? 

Anna: Habt keine Angst, Euch mit Euren Ideen zu bewerben! Oft zweifelt man an sich selber, weil es immer jemanden gibt, der scheinbar eine tollere, größere, komplexere Idee hat. Aber oft sind es gerade die simplen Lösungen, die gebraucht werden. Also hört auf Eure Intuition und schickt uns Eure Ideen!

Natürlich solltet Ihr Euch nicht ganz unüberlegt bewerben. Immerhin schaffen es die Gewinner bis zur Königin nach Stockholm und müssen ihre Ideen dort vor großem Publikum und, wenn möglich, auf Englisch präsentieren. Das sollte Euch aber nicht abschrecken, sondern ermutigen, denn es ist ja auch eine riesige Chance. Und mal unter uns: Selbst ein alter Marketinghase wie ich hat vor Publikum noch Lampenfieber. Das gehört dazu.

QSNA: Dein Beruf lebt von der Kreativität. Wenn mir so gar nichts einfallen will, wie kann ich meiner Kreativität einen Schubs geben, um zum Beispiel eine Idee für die Zukunft der Pflege auszutüfteln?

Anna: Ideen findet man gut, wenn man an konkrete Probleme denkt, die einem im Alltag begegnen. Wenn man ein Problem erkennt, kann man sich eine Lösung überlegen und schon hat man eine Idee. Außerdem haben die QSNA-Bewerber ja noch den riesigen Vorteil, in der digitalen Welt aufgewachsen zu sein, in der es vor Input und Möglichkeiten ja nur so wimmelt. Und damit haben die Bewerber den älteren Semestern in der Pflege oft schon einiges voraus. 

Wenn mir mal gar nichts einfallen will, dann ist es für mich am einfachsten, die Dinge auch mal loszulassen. Ich gehe dann zum Beispiel eine Extrarunde mit meinem Hund spazieren. Für andere ist es vielleicht der Sport oder ein Treffen mit Freunden. Das durchlüftet den Kopf und die gute Idee kommt, wenn man gar nicht an sie denkt. Die meisten kreativen Ideen entstehen unter der Dusche und nicht am Schreibtisch.

QSNA: Vielen Dank für das tolle Gespräch, Anna!

Anna: Sehr gerne. Und nochmal an Euch Bewerber: Ich freue mich wirklich sehr auf Eure Ideen und bin gespannt, die Finalisten später auch persönlich kennenzulernen. Habt Spaß an dem, was Ihr tut. Das ist der halbe Weg!

 

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11 September, 2017
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In neun Schritten zur Bewerbung

Um Dir die Bewerbung so leicht wie möglich zu machen, führen wir Dich hier in neun Schritten durch die Bewerbung.

Los geht es auf der Startseite, die Du unter dem Reiter Start ansteuerst. Klick auf unserer Startseite den Button “Bewirb Dich” an:

Bewerbung, Schritt 1

Nun öffnet sich ein Feld, in dem Du Dich registrieren musst, um mitmachen zu können:

Bewerbung, Schritt 2

Gib hier Deine E-Mail Adresse, Deinen Kurznamen (das ist der Name, den die anderen Teilnehmer dann sehen) und Deine Schule ein.

Klicke dann auf „Absenden“:

Bewerbung, Schritt 3

Super, Du bist jetzt registriert. Das System schickt nun eine E-Mail an Dich, damit Du Deine Registrierung bestätigen kannst:

Bewerbung, Schritt 4

Das ist die E-Mail zur Bestätigung Deiner Registrierung. Einfach auf den „Bestätigungs-Link“ klicken (Deine Mail kann etwas anders aussehen, das hängt von deinem E-Mailprogramm/Anbieter ab.):

Bewerbung, Schritt 5

Du kommst nun auf die Teilnehmer-Plattform. Nicht wundern – diese sieht etwas anders aus als die Website vom Queen Silvia Nursing Award. Zuallererst erstellst Du nun Dein Passwort und gibst dieses zweimal ein. Vergiss nicht, das Häkchen zu setzen mit dem du den AGB zustimmst. Klicke danach auf „Registrieren“:

Bewerbung, Schritt 6

Nun erscheint ein Informationsfenster. Hier erhältst Du Informationen darüber, dass Du für den Award Ideen einreichen und auch voten, kommentieren und Freunde einladen kannst. Für alle Aktivitäten bekommst Du Punkte. Mit diesen Punkten kannst du Punktestärkster in verschiedenen Kategorien werden. (Achtung: Die reine Punktezahl sagt nichts darüber aus, wer Gewinner des QSNA wird.) Du kannst mit den Punkten auch verschiedene Level erreichen. Nimm dies als Anreiz, möglichst viel zu kommentieren, Freunde einzuladen, Ideen einzustellen und für andere Ideen zu voten:

Bewerbung, Schritt 7

Dies ist nun Deine Übersichtsseite. Von hier aus kannst du Ideen einreichen, die Punktestatistiken einsehen, die Ranglisten verfolgen, Deinen eigenen Status bzw. Deine Level sehen, Freunde einladen, voten usw. Schau Dich einfach um, es gibt viel zu entdecken!

Starte am besten mit einem Klick auf „Neuer Beitrag“ oben im Menü und nimm mit deiner Idee am Award teil:

Bewerbung, Schritt 8

Dies ist die Seite, auf der Du Deine Idee einträgst. Fülle alle Felder aus. Wenn du möchtest, kannst Du auch noch durch einen Klick auf „Füge zusätzliches Material hinzu“ Fotos, Video hochladen. Am Schluss einfach auf „Absenden“ klicken und schon bist Du mit Deiner Idee dabei. Wie du siehst: Es ist gar nicht viel Aufwand!

Bewerbung, Schritt 9

Übrigens: Du kannst auch mehrere Ideen einreichen! Wir sind gespannt, was Du Dir ausgedacht hast und freuen uns auf Deine Bewerbung. Viel Erfolg!

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9 September, 2017
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Partner Ulrich Zerhusen im Interview

Die QSNA-Redaktion hat Ulrich Zerhusen getroffen. Der Verantwortliche des Partners St. Anna-Stift hat uns erzählt, warum er in der Pflege arbeitet, wie er sich beim Queen Silvia Nursing Award engagiert und was er sich für die Pflege wünscht.

QSNA-Partner Ulrich Zerhusen

QSNA: Hallo Uli, schön, dass wir uns austauschen können. Du bist Geschäftsführer bei Zerhusen und Blömer und damit für den QSNA-Partner St. Anna-Stift verantwortlich. Was macht denn ein Geschäftsführer eigentlich?

Uli: Im Prinzip bin ich als Geschäftsführer der ‚Strippenzieher’. Alle Fäden laufen bei mir zusammen und ich muss schauen, dass ich sie in der Hand behalte. In meiner Arbeit vereinbare ich scheinbar widersprüchliche Bedürfnisse miteinander – so muss ich schauen, dass die Einrichtung wirtschaftlich ist, ohne dabei die Mitarbeiter zu verschleißen. Dabei versuche ich immer zu beantworten, wie ich das Optimum für alle Beteiligten heraushole.

Neben den leitenden und organisatorischen Aufgaben repräsentiere ich das ST. Anna-Stift nach außen und innen. Das beinhaltet Ansprachen, Veranstaltungen, Geburtstage, aber auch traurige Anlässe wie Beerdigungen.Auch Personalentscheidungen gehören zu meiner Verantwortung: Schreiben wir eine neue Stelle aus? Mit wem besetzen wir sie und wie gehen wir mit Konflikten um, die es natürlich auch bei uns ab und zu mal gibt. Und auch operative Fragen beantworte ich: Welcher Anbieter soll für die Lebensmittel verantwortlich sein, mit denen wir die uns anvertrauten Menschen bekochen?

Sehr wichtig für mich ist, dass man unserer Arbeit den familiären Charakter unseres Unternehmens anmerkt. „Familien versteht man am besten als Familienunternehmen“ und so schaue ich auch immer darauf, dass unsere Philosophie zwischen organisatorischen und wirtschaftlichen Bedürfnissen nicht verloren geht.

QSNA: Wolltest Du schon immer in der Pflege arbeiten? Wie kam es dazu?

Uli: Irgendwie stellte sich diese Frage nie ganz klar. Zwar konnte ich mir gut vorstellen, eines Tages etwas Eigenständiges zu machen, aber den Familienbetrieb baute meine Mutter mit viel Energie und Leidenschaft auf und ich habe auch ältere Geschwister, so dass ich die Pflege zunächst nicht bewusst in meine Planung einbezog.

Mein Studium und mein Beruf haben mir viel Spaß gemacht, ich hatte einen tollen Arbeitgeber. Plötzlich passiert dann aber das Leben und nimmt einem solche Fragestellungen ab. 2011 erkrankte meine Mutter an Krebs und sehr plötzlich und sehr schnell traf ich die Entscheidung, voll und ganz in den Familienbetrieb einzusteigen. Das habe ich nie bereut.

Mein Job, den ich hinter mir ließ, war stark technisch geprägt; heute stehen Menschen im Mittelpunkt meiner Arbeit. Dabei profitiere ich sehr davon, dass ich nun beide Seiten kenne. Vieles, was ich in meinem alten Beruf gelernt habe, kann ich sinnvoll in meine Arbeit in der Pflege einbringen. Das Tolle an der Pflege ist, dass ich täglich spüre, dass ich einen Unterschied machen kann. Das gibt sehr viel zurück.

Zudem kann ich viel Neues anstoßen: Themen wie Marketing sind in der Pflege noch vollkommen unterentwickelt. Hier kann ich durch meinen Background punkten und mir überlegen, wie wir uns zeigen möchten. Die Pflege hat so viele berührende Geschichten und wer macht den großen emotionalen Aufschlag? Edeka und die Deutsche Bahn mit ihrem Storytelling über einsame alte Menschen. Das sind geskriptete Geschichten. Unser Drehbuch ist das echte Leben, das uns täglich bewegende Momente schenkt. Diese können wir erzählen und so zeigen, wie wir arbeiten und wie unser Selbstverständnis beim Dienst am Menschen ist.

QSNA: Wie ist der Kontakt zum schwedischen Königshaus entstanden?

Uli: Als wir die Klosteranlage übernommen haben, standen wir vor zwei Problemen: Wir hatten ein Riesengebäude mit viel ungenutzter Fläche und mussten überlegen, wie wir diese sinnvoll nutzen. Gleichzeitig mussten wir die Frage beantworten, wie wir Menschen mit einer dementiellen Erkrankung adäquat versorgen wollen. Diese Versorgung wollten wir auf keinen Fall ‚nebenher’ angehen, sondern eine klare Philosophie entwickeln, die diesen Menschen gerecht wird und sie ins Zentrum der Pflege stellt.

Elisabeth Blömer  hatte von Silviahemmet gehört und wandte sich zunächst an die Malteser, die schon einige Trainer hatten, die nach dieser Philosophie ausgebildet worden waren.  Wir entwickelten ein theoretisches Grundgerüst  und wollten ein Konzept finden, das die Theorie mit Leben und konkreten Maßnahmen füllt.

Die Herausforderung: Die schwedische Philosophie musste so auf deutsche Bedürfnisse adaptiert werden, dass sie zu deutschen Rahmenbedingungen und zur hiesigen Gesetzgebung passt.

Ich rief in diesem Prozess irgendwann einfach in Schweden an. Dabei hat mir geholfen, dass ich aufgrund meiner früheren Auslandserfahrung sehr gut englisch spreche und so kam schnell ein guter Kontakt mit Swedish Care International (SCI) zustande. Gemeinsam überlegten wir, was wir tun könnten. Inzwischen haben wir drei Trainer in Schweden ausbilden lassen und zwei weitere bereiten sich aktuell auf die Ausbildung vor.

2014 besuchte uns dann eine schwedische Delegation und 2015, als wir gerade unseren neuen Wohnbereich – basierend auf der Philosophie – eröffnet hatten, traf ich zusammen mit Elisabeth Blömer Königin Silvia von Schweden in Stockholm. Wir fragten sie, ob sie Namenspatin für den Wohnbereich sein wolle und sie nahm an. So war der Wohnbereich Silvia gegründet.

Elisabeth Blömer und Ulrich Zerhusen mit Königin Silvia von Schweden

Elisabeth Blömer und Ulrich Zerhusen mit Königin Silvia von Schweden

Was mich in der Zusammenarbeit immer wieder begeistert ist die Nahbarkeit der Königin. Sie ist sehr menschlich und hat eine positive und zugewandte Ausstrahlung. Anders als die Namenspaten vieler Projekte ist sie fachlich sehr bewandert, sie weiß, wovon sie spricht und man spürt deutlich, dass Silviahemmet für sie eine Herzensangelegenheit ist, die ihren Ursprung ja auch in ihrer eigenen Familie hat. So fließen in ihre Reden und Arbeiten oft auch Anekdoten über ihre Mutter ein, deren dementielle Erkrankung letztlich der Grundstein für Silviahemmet war.

QSNA: Du bist der Hauptpartner des Queen Silvia Nursing Award. Was sind da Deine Aufgaben?

Uli: Ich koordiniere den Award für Deutschland hauptverantwortlich und arbeite dabei eng mit Schweden zusammen. Wir tauschen uns regelmäßig aus, ich entwickle die Strategie für den Award in Deutschland und schaue, dass das Marketing entsprechend der Strategie umgesetzt wird.

Ich kümmere mich um eine solide finanzielle Ausgestaltung, denn auch wenn der Preis über unseren gemeinnützigen Verein Anna Wassenberg vergeben wird, so laufen doch auch einige Kosten auf.

Alleine kann ein Preis natürlich nicht auf die Beine gestellt werden. Ich bin unseren Partnern daher sehr dankbar für ihre großzügige Unterstützung. Auch sie möchten etwas dazu beitragen, dass sich in der Pflege in Deutschland etwas verändert.

QSNA: Deine Aufgaben als Geschäftsführer klingen ja schon nach voller Auslastung. Nun noch der Award. Warum engagierst Du Dich da?

Uli: Wenn über Pflege gesprochen wird, hört man fast immer, dass sich etwas ändern muss. Der Award ist eine Möglichkeit, etwas zu ändern. Mit dem Award haben wir nicht nur die Möglichkeit, der Pflege eine Bühne zu bieten und sie glänzen zu lassen, ich erwarte auch, dass von den vielen engagierten und guten Pflegeschülern, die wir in Deutschland haben, tolle Vorschläge kommen. Und wer weiß? Vielleicht lässt sich der ein oder andere ja umsetzen.

Ständig wird in vielen Formaten der Superstar gesucht, dabei sind die wahren Superstars mitten unter uns. Ich erlebe sie jeden Tag in der Pflege, die tollen, stillen Helden des Alltags. Es wird Zeit, dass das große Licht auch mal auf sie scheint.

QSNA: Was ist die größte Herausforderung für Dich an dieser Aufgabe?

Uli: Den Preis gibt es ja schon in Schweden, Finnland und Polen. Deutschland ist aufgrund seiner Größe und Bevölkerungsdichte schon allein logistisch eine Herausforderung. So gibt es 1.500 Pflegeschulen, die alle angesprochen und informiert werden müssen. Das bedarf eines durchdachten Vorgehens.

QSNA: Was bedeutet Dir die Arbeit mit Pflegekräften?

Uli: Die Arbeit und die Menschen, mit denen ich täglich arbeiten darf, bedeuten mir sehr, sehr viel und sind ein riesiger Antrieb für mich, wenn mal alles etwas viel wird. Sie machen ihre Arbeit für die Menschen aus einer riesigen inneren Motivation heraus.

Dabei tun sie oft ganz wunderbare Dinge für die Menschen, die über ein normales Maß hinausgehen und halten das für völlig normal. So viel Altruismus ist eine großartige Sache! Mich macht es sehr nachdenklich, dass die Pflege so einen schlechten Ruf hat, denn ich erlebe täglich Menschen, die sich für andere aufopfern.

Auch die Rahmenbedingungen der Pflege haben einen schlechten Ruf und drücken tatsächlich an einigen Stellen zu wenig Wertschätzung aus. Man muss sich halt fragen, was eine gute Pflege wert ist, statt an der falschen Stelle Geld sparen zu wollen.

QSNA: Wenn Du einen Wunsch frei hättest, um die Pflege zu verbessern, was würdest Du Dir wünschen?

Uli: Ich wünsche mir, dass viele den Mut und die Motivation haben, ihre Ideen beim Queen Silvia Nursing Award einzureichen. Eine gute Idee kann alles sein. Nicht nur Ideen für die zu pflegenden Menschen, sondern auch Ideen, die den Pflegekräften helfen, wären toll.

QSNA: Hast Du einen Rat für die Pflegeschüler?

Uli: Jeder von uns hat garantiert zwei oder drei Sachen im Kopf, die er sofort benennen könnte. Nimm Dir fünf Minuten, um diese Dinge aufzuschreiben. Länger dauert es nicht, eine Idee einzureichen und das können fünf Minuten sein, die sehr, sehr gut investiert sind!

Die ganz profanen Dinge haben oft eine so große Wirkung. Vielleicht ist die Kleinigkeit, die Dir durch den Kopf geht und Dir banal erscheint, so noch nie gedacht oder gesagt worden.

Wir haben das selbst schon erlebt. Im St. Anna-Stift wollten wir eine noch bessere Luftqualität erreichen und so investierten wir viel Zeit und Geld in immer modernere und stärkere Abluftanlagen, die immer größere Luftmassen austauschen können. Die Lösung, die dann aber den Erfolg brachte, war simpel und kostet nichts: Nach der Grundpflege werden alle Pflegeabfälle und die Wäsche umgehend in den Keller gebracht.

Also, traut Euch! Ich bin mir sicher, Ihr habt jede Menge toller Ideen.

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